Menschen machen Geschäfte am liebsten mit Menschen

Im Gespräch über E-Commerce

Experte Erwin Reisinger (Projektleiter eCommerce & Multichannel, Expert Österreich) im Gespräch mit Harald Rametsteiner (Leiter Master Lehrgang Digital Marketing) und Monika Kovarova-Simecek (Studiengangsleiterin Master Studiengang Wirtschafts- und Finanzkommunikation):

Wie schätzen Sie die Entwicklung im Berufsfeld E-Commerce ein? Welchen Einfluss hat die Digitalisierung in der digitalen Vermarktung?

Digitale Kommunikationskanäle sind aus dem Marketingmix längst nicht mehr wegzudenken und erobern sich Jahr für Jahr ein größeres Stück vom (Budget-)Kuchen. Warum? Ganz einfach weil sie funktionieren und vor allem ihre Kosten-Umsatz-Relation – fast immer – messbar ist. E-Commerce ist mittlerweile nicht mehr die Spitze, sondern viel mehr die Basis des digital unterstützten Verkaufens. In so gut wie allen Handelsbranchen ist heute eine Multi- bzw. Omnichannel-Unternehmensausrichtung gefragt – nicht, um an der Branchenspitze zu stehen, sondern um überhaupt im Markt zu “überleben”. Denn 2020 bestimmen allein die Konsumenten wann sie wie was bei welchem Händler kaufen – und entscheiden sich meist bei jedem Kauf nach Lust und Laune neu.

Welchen Stellenwert hat die Ausbildung im Bereich E-Commerce?

Vieles verändert sich, aber eines gilt zumindest schon seit Jahrzehnten unverändert: von einer breiten und soliden “Grundausbildung” profitiert man sein gesamtes Berufsleben lang. Aber im Digital-Business heißt es darauf aufbauend jeden Tag dazulernen – aus den eignen Fehlern und “Experimenten”, aus Fachmedien, vom Austausch mit Kollegen, …

Welche fachlichen und digitalen Anforderungen haben Sie an junge Nachwuchskräfte für den Einstieg in der Branche?

Das fachliche Rüstzeug bringt wohl jeder Absolvent einer österreichischen FH oder Uni mit – aber jenseits des Diploms trennt sich die Spreu vom Weizen. Denn Hausverstand, Verlässlichkeit sowie die Motivation anzupacken und sich – gerade in einem kleinen Unternehmen – auch mal abseits des eigentlichen Aufgabenbereichs “die Hände schmutzig zu machen” sind leider keine Selbstverständlichkeit.

Welche Karrieremöglichkeiten gibt es im Berufsfeld E-Commerce?

Die möglichen Karrierewege nach dem Studium sind aus meiner Sicht mindestens genauso vielfältig wie der Themenkreis E-Commerce selbst. Diese reichen vom gefragten Fachspezialist über Führungspositionen mit dem – nicht selbstverständlichen – Plus des Fach-Know-Hows bis zum eigenen Unternehmen mit einer cleveren Nischenidee.

Gibt es für Sie als Experte einen aktuell besonders hilfreichen Tipp für Erfolg in E-Commerce im Umfeld der digitalen Transformation?

Trotz Buzz-Themen wie künstliche Intelligenz und virtuelle Realität machen meiner Meinung nach Menschen am liebsten Geschäfte mit Menschen. Daher bin ich davon überzeugt, dass auch im Online(-unterstützten)-Handel langfristig jene Unternehmen Bestand haben werden, in denen es “menschelt”, sprich die Kunden auf ungespielte Ehrlichkeit sowie Service- und Handschlagqualität treffen.


Über die Unternehmen

Die Fachhochschule St. Pölten legt großes Gewicht auf die Entwicklung der digitalen Kompetenzen der Studierenden. Die Studiengänge Management & Digital Business (Bachelor) und  Wirtschafts- und Finanzkommunikation (Master) bzw. der Master Lehrgang Digital Marketing vermitteln durch praxisnahe Aus- und Weiterbildung wirtschaftliche und digitale Fähigkeiten als Grundlage für Karriere im Management. Mehr zum Thema Wirtschaft studieren auf der FH St. Pölten finden Sie hier.

Expert Österreich vereint mehr als 190 Elektrofachgeschäfte, hinter denen jeweils ein privater Unternehmer oder sogar eine Unternehmerfamilie steht. Sie haben demnach großes Interesse an einem langfristigen Erfolg des Unternehmens und garantieren Kundinnen und Kunden somit noch Jahre nach dem Kauf eines Elektrogerätes einen verlässlichen Partner bei allfällig auftretenden Problemen zu haben.

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